Samstag, 7. Januar 2012

Die 9. Etappe des Österr. Weitwanderweges 07 - von Drosendorf-Stadt nach Langau bei Geras

Auf der 8. Etappe ging ich von Raabs an der Thaya nach Drosendorf. Die im Wanderführer des Ostösterreichischen Grenzlandweges vorgesehene 9. Etappe sieht eine leichte Tour mit 19 km von Drosendorf nach Langau bei Geras vor. Als Karten für diesen Streckenabschnitt eignen sich ÖK 50, Blatt 8 (Geras oder 4305 (Raabs an der Thaya) und 4306 (Langau). Die Wanderkarten F&B, WK 073 (Nationalpark Thayatal-Znaim-Retz-Gars am Kamp), oder Kompass Verlag WK 203 (Waldviertel) decken diesen Streckenabschnitt ebenfalls ab.
Eine Besonderheit ist auf dem unteren Foto zu sehen. Seit 1702 befindet sich die Reliquie der Heiligen Valentina in der Martinskirche in Drosendorf. Auf einer Steintafel ist das Sterbejahr mit 317 angegeben. Die Gebeine stammen aus einer Katakombe bei Rom.
Ein bißchen gruselig, aber sehenswert für einen Wanderer wie mich. Die Kirche samt Skelett ist frei zu besichtigen.
Reliquie Heilige Valentina in der Martinskirche in Drosendorf

Der Weg führt mich aus dem Horner Tor von Drosendorf nach Drosendorf Altstadt und über markierte Strassen und Feldwege weiter nach Wolfsbach. Die Wanderung geht weiter Richtung Süden, vornehmlich durch Wald, bis ich auf die Straße nach Geras stoße. Die bringt mich in die Stadt mit dem weithin bekannten Prämonstratenser-Chorherrenstift. Die Gründung dieses bedeutenden Kosters erfolgte im Jahr 1150. Das Kloster beherbergt kostbare Schätze aus Kultur und Kunst und stellt diese tlw. auch Besuchern zur Besichtigung zur Verfügung.
Meine Wanderung führt mich nun in einem Bogen, durch Wald und offenes Gelände dem markierten Weg folgend, weiter nach Norden bis in die Ortschaft Langau.
Waldviertel

Bei meiner Vorbereitung habe ich beschlossen, in Langau nicht zu nächtigen, sondern nach Wien zu fahren und ein paar Tage später meine Wanderung von hier aus fortzusetzen. Dies ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut machbar. Ich fahre mit dem Postbus bis Retz und anschließend mit der Schnellbahn nach Wien. Die Fahrzeit beträgt insgesamt ca. 1,5 Stunden.

10. Etappe: von Langau bei Geras nach Hardegg



Montag, 5. Dezember 2011

Endlich schlafen! Langschläfer genetisch vorprogrammiert

Menschen mit Gen ABCC9 brauchen deutlich mehr Schlaf

Menschen, die gerne ausschlafen, können jetzt eine gute Entschuldigung dafür haben. Diese Vorliebe ist laut Wissenschaftlern der University of Edinburgh http://www.ed.ac.uk und der Ludwig-Maximilians-Universität München http://www.uni-muenchen.de zumindest teilweise genetisch bedingt. Das Team um Jim Wilson analysierte die Daten von mehr als 30.000 Menschen in ganz Europa. Es zeigte sich, dass jene die über das Gen ABCC9 verfügten, rund 30 Minuten mehr Schlaf pro Nacht brauchten. Einer von fünf Europäern trägt dieses Gen laut den in Molecular Psychiatry http://nature.com/mp veröffentlichten Studienergebnissen in sich.

Einstein schlief elf Stunden

Alle Teilnehmer lieferten Berichte darüber ab, wie lange sie geschlafen hatten und stellten eine Blutprobe für die DNA-Analyse zur Verfügung. Wie viel Schlaf ein Mensch braucht, kann sehr unterschiedlich sein. Margaret Thatcher kam mit vier Stunden pro Nacht aus, Albert Einstein brauchte elf. An der Studie nahmen Menschen von den Orkneyinseln, aus Kroatien, den Niederlanden, Italien, Estland und Deutschland teil. Alle wurden nach ihren Schlafgewohnheiten an ihren freien Tagen gefragt, also an Tagen, an denen sie nicht zu einer bestimmten Zeit aufstehen mussten, Schlaftabletten einnahmen oder Schichtdienst hatten.

In einem nächsten Schritt verglichen die Wissenschaftler diese Zahlen mit den Ergebnissen der genetischen Analyse. Es zeigte sich, dass Teilnehmer mit einer Variation des Gens ABCC9 mehr als die durchschnittlichen acht Stunden Schlaf brauchten. Fruchtfliegen verfügen ebenfalls zum Teil über dieses Gen. Fruchtfliegen, die es nicht haben, schliefen drei Stunden weniger als normal. ABCC9 spielt bei der Messung der Energiewerte in den Zellen eine wichtige Rolle. Die Wissenschaftler hoffen, dass damit ein neuer Ansatz für die Schlafforschung gefunden ist. Sie wollen jetzt herausfinden, wie genau diese Genvariante die Länge des benötigten Schlafes beeinflusst, berichtet die BBC.

Mittwoch, 2. November 2011

2. Etappe OEAV Weitwanderweg 07, Ostösterreichischer Grenzlandweg, wandern von Weitra nach Gmünd

Die erste Etappe meiner Wanderung auf dem Weitwanderweg 07 führte mich in einer Tagesetappe vom Nebelstein im österreichischen Waldviertel nach Weitra. Von hier aus ist mein nächstes Etappenziel Gmünd.

Ich verlasse frühmorgens Weitra (Stadt seit 1208, sehenswertes Schloss aus dem 16. Jhdt. und gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauern)  durch das östliche Stadttor und marschiere Richtung Ulrichs. Ein paar Mal quere ich die Waldviertler Schmalspurbahn nach Gmünd, die für einen gemütlichen Familienausflug zu empfehlen ist.
Wiesenblumen im Waldviertel
Nach längerer Wanderung auf Wald- und Wiesenwegen erreiche ich einen Wald, in dem die Wegmarkierung von einem Forstweg aus direkt in's Unterholz zeigt. "Das kann nicht stimmen", denke ich mir, und gehe auf dem Forstweg weiter. Die Wanderkarte ziehe ich leider nicht zu Rate, der Wanderführer ist betreffend dieser Stelle keine Hilfe. Da auch nach längerem Gehen keine rot-weiss-roten Markierungen (Weitwanderweg 07) zu sehen sind, muss ich mir eingestehen, dass ich den markierten Weg verlassen habe. Ich gehe dennoch weiter und erreiche über einen Umweg von mehr als 4 km in der Mittagshitze schliesslich Dietmanns.
Wanderweg im Waldviertel
Ich stärke mich in einem Gasthaus, trinke leider einen Weisswein gespritzt, was meiner körperlichen und geistigen Verfassung nicht gut bekommt. Ich irre in Dietmanns herum, finde den markierten Wanderweg aus diesem netten Ort nicht und halte verzweifelt einen vorbeifahrenden sportlichen Radfahrer an. Dieser freundliche einheimische Mann kennt die Umgebung wie seine Westentasche, erklärt mir anhand der Wanderkarte meinen Standpunkt und zeigt mir wie ich auf dem vorgesehenen Wanderweg, oder alternativ etwas kürzer, auf Güterweg und Strasse nach Gmünd komme. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle! 
Ich entscheide mich für den kürzeren Weg und trudle völlig erschöpft gegen Abend bei meinem Quartier, Gasthaus Meridianstein in Gmünd, ein.
Eine Dusche und anschliessende Rast richten mich wieder auf. Ich esse zu Abend bei meinem Wirt und bin anschliessend bis Mitternacht in netter, geselliger Runde.
Dritte Etappe, von Gmünd nach Heidenreichstein.